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25.06.2003
13. Wirtschaftsforum
Gute Chancen trotz großen Zeitdrucks
IOC Punktekatalog entscheidet über Weiterkommen
Dresden, 25.06.2003: "Es geht um Olympia 2012 und nicht um die Ausgabe von Lebensmittelkarten", bringt es Dresdens Oberbürgermeister auf den Punkt, " da müssen neben Überlegungen zu einer effektiven Nachnutzung aller neu zu bauenden Objekte, viele Bestimmungen und Forderungen eingehalten werden". Eindrucksvoll machte das Stadtoberhaupt den Stellenwert der Sächsischen Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele vor 130 Besuchern einer Podiumsdiskussion im Arteum des Waldschlösschen Areals deutlich. Neben Roßberg waren der neue Olympia Staatssekretär Wolfram Köhler, der Vorsitzende des Dresdner Olympiaverein, Dietmar Haßler und die ehemaligen Olympioniken Dirk Richter und Marc Huster von der Bayerischen Immobilien AG und Bayerischen Hausbau eingeladen, über weitere Schritte einer erfolgreichen Bewerbung zu reden. Während Köhler die Regularien des Internationalen Olympischen Komitees in Bezug auf eine schnelle Erreichbarkeit der Wettkampfstätten in den Vordergrund der regen Diskussion stellte, plauderten Richter und Huster aus dem Nähkästchen. "In Sydney (Australien 2000) war das gesamte Wettkampfgebiet sehr weitläufig und in Atlanta (USA 1996) haben wir unserem Busfahrer den Weg zeigen müssen", erinnert sich Huster, "die kamen ja aus New York." Huster hatte damit kein Problem. Auch die anderen Sportler wissen, welchen großen Aufwand eine Olympiade für den Austragungsort und sein Land mit sich bringt. Und dieser Aufwand ist es, mit dem sich der neue Olympia Staatssekretär Köhler seit einem Monat intensiv beschäftigt. Neben einem straffen Zeitplan sind Gespräche mit Umweltspitzenverbänden, Unternehmen und Sportverbänden zu führen. Dabei müssen individuellen Wünsche berücksichtigt werden. So haben beispielsweise die Judokas ihren Bedarf schon formuliert. Diese bräuchten eine Wettkampfhalle mit Platz für zirka 8.000 Zuschauern und drei Wettkampfmatten auf dem Parkett. In unmittelbarer Nähe sollte aber auch noch eine gleich große Übungshalle stehen. "Multipliziert man nun diese Forderung mit allen olympischen Sportarten, kann man sich vorstellen, welchem Gesamtbedarf wir entgegensehen müssen", erklärt Köhler. Parallel dazu beantwortet man einen Punkte Katalog des IOC. Fällt dieser Positiv für Sachsen aus, wäre man schon eine Runde weiter. Trotz des immensen Zeitdrucks sehen die Beteiligten gute Chancen, im Rennen zu bleiben und möglicher Weise auch zu gewinnen. Dresden gehört aber schon jetzt zu den Gewinnern: Die neue DSC-Sporthalle im Sportpark Ostragehege wäre nach Roßbergs Worten nicht ohne die Olympiabewerbung so schnell realisierbar geworden.
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