WS24.info - Waldschlösschenareal Dresden

Waldschlösschenareal Dresden   Sonntag, 05. Februar 2012 
WS24.info - Waldschlösschenareal Dresden
    



INHALT

Kurzprofil
Ausgabenübersicht
Heft 13 | 2004/2005
> sb13 | Brauhaus
> sb13 | Sport
> sb13 | 18. Wirtschaftsforum
> sb13 | Dynamo Dresden
> sb13 | Olaf Schubert - Portrait
> sb13 | Jugend&KunstSchule
> sb13 | LHD-Shop
> sb13 | Vermietung
> sb13 | Kanzlei Battke Grünberg
> sb13 | konplan GmbH
> sb13 | Geschichte
Heft 12 | 2004
Heft 11 | 2003
Heft 10 | 2003
Heft 9 | 2003
Heft 8 | 2002
Heft 7 | 2002
Heft 6 | 2002
Heft 5 | 2002
Heft 4 | 2001
Heft 3 | 2000
Heft 2 | 2000
Heft 1 | 2000

 WS24 SERVICE

 Anfahrtskizze und Routenberechnung

 Lageplan und Mieterübersicht

 Ansprechpartner und Servicenummern

 Über WS24.info

Die Stauffenbergallee

Historisches rings um das Waldschlösschenareal

Im Norden der Landeshauptstadt Dresden erstreckt sich auf einer breiten Sandterrasse, der Dresdner Heide vorgelagert, der Militärbezirk der Albertstadt, benannt nach dem vor 130 Jahren regierenden Sachsenkönig. Schon lange hatte seinerzeit der sächsische Kavalleriegeneral Alfred von Fabrice den Plan vorgelegt, eine selbstständige Militärstadt vor den Toren der königlichen Residenzstadt zu errichten. Das auch damals fehlende Kapital in Höhe von 20 Millionen Goldmark musste größtenteils das im Krieg 1870/71 militärisch besiegte Frankreich zwangsweise hergeben.

Eine Vielzahl überdimensionierter Kasernen, heute teilweise vom Regierungspräsidium genutzt, sowie Zubehör mancherlei Waffengattungen für einst fast 12 000 Soldaten und Offiziere flankierten die drei Kilometer lange und 30 Meter breite Heeresallee, damals aufgeteilt in eine gepflasterte Fahrbahn und einen Sandstreifen für die Reiterei.

Dort, wo auf einem 23 Meter hohen Viadukt diese Prachtstraße den Prießnitzbach überquert, errichtete das dankbare Vaterland dem Kriegsminster Fabrice ein wuchtiges Mausoleum. An der Heeresallee und deren Nebenstraßen lagen die zahlreichen Neben- und Versorgungseinrichtungen der Truppe: das hoch-
brisante Arsenal (heute Industriegelände), der Provianthof (heute teils Stadtarchiv), das berüchtigte Militärgefängnis, das Lazarett und der Garnisonsfriedhof, aber auch mit der Gedenktafel des Stauffenberg-Vertrauten General Friedrich Olbricht, ferner die militärischen Stäbe und das schlossartige ehemalige Generalkommando (heute Militärmuseum), dessen Mittelachse exakt auf den Dresdner Schlossturm ausgerichtet ist.

Auf den Exerzierplätzen hinter den Kasernen sowie auf dem Alaunplatz wurden die Rekruten „geschliffen“, denn hier probte die sächsische Armee, schon von 1867 an nach Preußen-Deutschland einverleibt, für zwei damals gründlich verlorene Weltkriege. Ab 1918 wuchs die Dresdner Garnison zu einer der größten in der damaligen Weimarer Republik, da dieser Reichswehr-Standort außerhalb der vom Versailler Friedensdiktat vorgeschriebenen entmilitarisierten Zone lag. Ebenso dienten Albertstadtkasernen und Heeresallee der hitlerdeutschen Wiederaufrüstung ab 1935. Nach 1945 rollten hier die Panzer der sowjetischen Besatzungsmacht. Die noblen Offizierskasinos hallten wider von manch siegessicherem Umtrunk, wie der ehemalige Offizier Arnold Vieth von Golßenau, alias Ludwig Renn, zu berichten wusste.

Wie damals üblich wurden die beiden Teilabschnitte der Heeresallee diesseits und jenseits der Eisenbahnlinie nach dem seinerzeitigen sächsischen Königspaar Albert und Carola benannt. Heute trägt die einstige Heeresallee den Namen des Oberst Graf Schenk von Stauffenberg (1907 – 20. Juli 1944), der Hitler 1944 beseitigen wollte, um den Wahnsinn des bereits verlorenen zweiten Weltkrieges zu beenden.

Text: Günter Klieme | Foto: Ralf Krüger



BHIMG

Bayerische Hausbau Immobilien Management GmbH

Am Brauhaus 8
01099 Dresden

Tel  0351 / 8 15 00 - 0
Fax 0351 / 8 15 00 - 25

dresden@hausbau.de
www.neue.hausbau.de [Mehr]