WS24.info - Waldschlösschenareal Dresden

Waldschlösschenareal Dresden   Mittwoch, 07. Januar 2009 
WS24.info - Waldschlösschenareal Dresden
    



INHALT

Kurzprofil
Ausgabenübersicht
Heft 13 | 2004/2005
Heft 12 | 2004
Heft 11 | 2003
Heft 10 | 2003
> sb10 | Kügelgens
> sb10 | A.R.U.
> sb10 | Dittmann Ingenieure
> sb10 | Hilde Heim
> sb10 | Konsum
> sb10 | Militärmuseum
Heft 9 | 2003
Heft 8 | 2002
Heft 7 | 2002
Heft 6 | 2002
Heft 5 | 2002
Heft 4 | 2001
Heft 3 | 2000
Heft 2 | 2000
Heft 1 | 2000

 WS24 SERVICE

 Anfahrtskizze und Routenberechnung

 Lageplan und Mieterübersicht

 Ansprechpartner und Servicenummern

 Über WS24.info

Das romantische Geschäft mit der Hochzeit

aus: StadtBlick 10 | 2003

Die australische Modedesignerin Hilde Heim entwirft Traumkleider

Es ist die alles entscheidende Frage: Was ziehe ich an. Diese Frage kann zum Trauma werden, wenn es sich bei dem Anlass, für den die passende Kleidung gesucht wird, um die eigene Hochzeit handelt. Frauen können, so erzählt die in Australien geborene und mittlerweile in Dresden ansässige Modedesignerin Hilde Heim, diese Entscheidung in Sonderfällen quasi über Nacht treffen. Es kann aber auch schon mal 18 Monate dauern, bis die Entscheidung fällt. Nicht einfacher wird die Sache, wenn sich Männer mit „reinhängen“.

30 Prozent der Frauen, die in das Atelier zu Hilde Heim in Dresden kommen, kommen allein. Ein Drittel bringt Freundin, Mutter oder Schwester mit. Und ebenfalls etwa ein Drittel kommt mit dem künftigen Ehemann. Was offensichtlich nicht immer von Vorteil ist: „Die Männer denken dabei leider zu oft an das Budget und fragen, ob es Rabatte gibt.“ Schließlich ginge es nicht darum, eine neue Küche, ein Auto oder eine Waschmaschine zu kaufen. „Im Vordergrund steht dann die Frage, wie viel der Traum kosten darf. Dabei handelt es sich hier um eine einmalige Aktion – jedenfalls in der Regel“, schildert Hilde Heim die knifflige Situation. Dabei wüssten die Frauen selbst, wieviel sie in etwa ausgeben könnten und suchen nach der schönsten Variante, dies umzusetzen. Deshalb rät die australische Designerin den Männern, in diesem Fall dann doch lieber Zuhause zu bleiben. Schließlich soll es ja eine Überraschung sein. „Es ist doch das schönste Kompliment, wenn der Ehemann am Tag der Hochzeit perplex ist und sagen kann, ,du siehst hinreißend aus‘. Die Frau will ihm doch gefallen.“ Gleichwohl findet es Hilde Heim nicht grundsätzlich falsch, wenn sich die Männer an der Entscheidungsfindung beteiligen. Den Frauen ist die Meinung jedoch manchmal offensichtlich zu wichtig. „Nicht nur die künftigen Bräute wüssten gern, was ihrem Mann gefällt. Ich würde es auch gern wissen. Aber leider wissen sie es oft selbst nicht.“

Einmalig: Mit diesem Kleid läuft man nicht Gefahr, „kopiert“ zu werden.

Doch selbst wenn der Bräutigam nicht dabei ist, tut sich die Braut oft schwer. „Man sieht eigentlich sofort, was für ein Typ Frau da kommt und kann sich ungefähr ausrechnen, wie lange es dauert, bis es zu einer Entscheidung kommt.“ Hilde Heim versucht vor allem jene Frauen, die sich unsicher sind, in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken. „Die Art, wie man sich anzieht, ist auch ein Stück Selbstverwirklichung. Ob eine Frau Erotik ausstrahlt, hängt nun mal auch von ihrer Kleidung ab.“ Hilde Heim wünscht sich deshalb oft mehr Selbstbewusstsein bei den jungen Frauen. Sie sollten sich trauen, mit ihren Reizen zu spielen und bei einem solchen Anlass auch gestatten, mal die Prinzessin zu sein. „Wenn Sie sich dann im Spiegel sehen, bekommen sie Gänsehaut. Und ihre Männer später auch.“

Der Traum muss nicht immer weiß sein: Hochzeitskleider von Hilde Heim.

Natürlich weiß die gelernte Lehrerin, die später unter anderem als Grafikerin und Art Director für Modezeitschriften wie „Elle“ und „Vogue“ arbeitete, dass es sich bei Mode um ein Geschäft handelt. „Aber Hochzeitskleider oder Ballkleider zu verkaufen, ist ein sehr romantisches Geschäft.“ Und wer damit umgehen könne, würde letztlich auch davon profitieren. „Es ist die Frage, was man sich wert ist. Für viele – insbesondere Deutsche – spielen vor allem die Zensuren, das Diplom oder der Job die größte Rolle bei der Frage, wer man ist – oder zumindest, was man darstellt. Aber auch mit dem äußeren Erscheinungsbild kann man gewinnen.“ Immerhin ist eines gewiss: Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode. So jedenfalls hat Karl Lagerfeld das Mysterium im Kampf um den schönsten Augenschein beschrieben.

Im September 2002 eröffnete Hilde Heim ihre Boutique und das Atelier am Obergraben in Dresden, gleich neben der Königstraße. Sie entwirft und fertigt Hochzeitskleider, aber auch Abend- und Ballkleider. Die Designerin arbeitet nach der Couture-Methode. Dabei wird ein Probekleid aus Nesselstoff gefertigt und anschließend so lange geändert, bis es sitzt. Dann erst wird der gewünschte Stoff verarbeitet.

Informationen

Hilde Heim Mode Design
Obergraben 11, 01097 Dresden
Tel 03 51 / 8 58 27 69
Fax 03 51 / 8 21 09 61

Text: RK | Fotos: Hilde Heim



Tageskarte

Die aktuelle Tageskarte des Brauhauses am Waldschlösschen [Mehr]