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aus: StadtBlick 6 | 2002
Schlüsselübergabe mit Blechbläsern und Freibier
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Sören Kaiser, Niederlassungsleiter der Bayerischen Immobilien AG, Stefan Brinkmann, Technischer Werkleiter der Sachsenmilch AG und Volkhard Mett, Kaufmännischer Geschäftsführer der Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG
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Goldene Schlüssel dienen nicht nur dem Öffnen verwunschener Märchenschlösser. Klar wurde das spätestens am 1. März 2002, als rund 2.300 qm Büroflächen feierlich an die Mitarbeiter der Sachsenmilch AG übergeben wurden. 160 Mitarbeiter der Sachsenmilch, Geschäftsführer der Aretsrieder Firmenzentrale und die Mitarbeiter der Bayerischen Immobilien AG sowie deren Dresdner Niederlassungsleiter Sören Kaiser waren in der Tonne dabei, als der große Schlüssel übergeben wurde.
Doch zurück: Es fing alles damit an, dass der Produktionsstandort der Sachsenmilch AG Leppersdorf aus allen Nähten zu platzen schien. Zuwachsraten, die sonst fast nur die New Economy Branche zu verzeichnen hat, machten eine schnelle Expansion notwendig. Die Zentrale in Aretsried entschied schnell zwischen Erweiterung, sprich Neubau in Leppersdorf, oder Anmietung in Dresden. Die Vorteile in Dresden lagen schnell auf der Hand. 18 Mietobjekte besichtigte Martin Gumpp, Projektleiter der Molkerei Müller GmbH & Co. KG. Davon kamen drei in die engere Auswahl, aber nur hier war es „... Liebe auf den ersten Blick“, so Volkhard Mett, Kaufmännischer Geschäftsführer der Molkerei Müller GmbH & Co. KG, der eigens für die Büroübergabe angereist war. Er schwelgt weiter: „Waldschlösschen, schon der Name ...“
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Martin Gumpp, Projektleiter der Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG und Stefan Brinkmann (rechts)
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Sage und schreibe 1,8 Millionen Euro wurden allein in den Umbau investiert, in ein Büro das vor sechs Monaten mit dem Legen eines Teppichs eigentlich fast sofort hätte bezogen werden können. Doch die Sachsenmilch hatte andere Pläne und Wünsche für ihre Mitarbeiter, denn, so Gumpp, „... ein gutes Klima, auch Raumklima, führt zu einem guten Arbeitsklima.“ Die kolportierte Äußerung des Zentralgeschäftsführers Theo Müller, dass ein ideales Raumklima die Arbeitsleistung bis zu 17 Prozent steigern könne, spricht dabei auch für ganz handfeste Überlegungen.
Volkhard Mett und Dr. Rolf Jähnichen (CDU), Mitglied des Landtages
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Staunen des erfolgreichen Unternehmens Sachsenmilch AG und deren Aretsrieder Firmenzentrale über den Vermieter Bayerische Immobilien AG (BIAG). Ganz offen sprach Gumpp davon, dass „... es eine Kunst sei, alles neu zu machen und dennoch so wirken zu lassen, als sei es nie anders gewesen. Wir haben der Bayerischen Immobilien AG ziemlich viel zugemutet und das muss ein Hausherr erstmal mitmachen. Wir freuen uns, bei der BIAG gelandet zu sein.“ So wurden Wände eingerissen und andernorts wieder hochgezogen, modernste Klimaanlagen installiert, Lichtanlagen zum punktgenauen Strahlen gebracht und ein dezent gemusterter Teppich verlegt. Die BIAG und die Sachsenmilch scheinen fast gezaubert zu haben, um den kompletten Umbau innerhalb von sechs Monaten (fast) reibungslos zu realisieren. Dass Mitarbeiter wie Axel Neumann, Technischer Projektleiter der BIAG, „... über alle Funkensprünge und die allerkleinsten Schräubchen Bescheid wissen“ und im Sinne des Mieters über 20 beteiligte Baufirmen koordinieren, sei keine Selbstverständlichkeit.
Die Signalwirkung des Umzugs der Verwaltung der Sachsenmilch für die Landeshauptstadt Dresden wurde vom anwesenden Dr. Rolf Jähnichen, Mitglied des Landtages und ehemaliger Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, verstanden. Der Umzug nach Dresden erhöhe zudem die Transparenz, auch weil sich „... die Sachsenmilch und die Müller-Milch bisher in sächsischen und bayerischen Dörfern ,versteckt‘ haben. Man konnte von ihnen erst dann erfahren, wenn man ein Produkt in der Hand hielt.“ Jähnichen hatte übrigens die persönliche Bekanntschaft mit Theo Müller bei dessen ersten Überlegungen zur Übernahme der Sachsenmilch gemacht.
Im Waldschlösschenareal wird es nicht allein um die Verwaltung an sich gehen, es sich also nicht, wie Stefan Brinkmann, Technischer Geschäftsleiter und Vertriebsleiter der Sachsenmilch, sagt „... um reine Büroarbeitsplätze handeln, sondern um Produktionsplätze. Denn hier in Dresden wird Umsatz und Gewinn produziert.“ Brinkmann freut sich stellvertretend für die Sachsenmilch auf das Miteinander mit den im Areal ansässigen Firmen. Das Freibier vom Brauhaus anlässlich der Büroübernahme ist mit Sicherheit ein mit Freude angenommener erster Schritt der Annäherung.
Geschäftsführer Volkhard Mett stellte bei der Übergabe fest: „Die Büroräume im Waldschlösschenareal überzeugen durch Offenheit und Helligkeit. In unserem Sinne fördert das Transparenz und auch den Durchblick.“ und „Erfolg definiert sich bei uns auch über das Büro, denn jeder bekommt zukünftig das Büro, das er verdient.“
Die insgesamt in Dresden tätigen 104 Mitarbeiter müssen sehr fleißig gewesen sein, denn neben den schon erwähnten Umbaukosten wurden noch etwa 500.000 Euro in Möbel investiert. Und nicht nur die Büros der Geschäftsleitung gestatten märchenhafte Blicke auf die Elbe und das andere Ufer bis weit in die Stadt hinein.
Text: Patrice Fischer | Fotos: Ralf U. Heinrich
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