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aus: StadtBlick 2 | 2000
Eine Bike-Legende rollt durch das Dresdner Waldschlösschen
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„Immer unterwegs, immer unter Strom, und nirgendwo Zuhaus.” Die Zeile der Band „Element of Crime” beschreibt das Lebensgefühl der Biker, Klischee und Mythos sind darin vereint.
Harley-Davidson, das ist nicht nur eine rollende Legende, es ist ein Lebensmotto. Ein Motto, das seinen Triumphzug auch durch Ostdeutschland angetreten hat. Wobei Harley Davidson Fahrer eher ruhig cruisen, als mit Höchstgeschwindigkeiten über den Asphalt zu brettern.
Die Freiheit, die sie meinen, ist die Freiheit, anders zu sein. Die Männer und Frauen, die „Harley” fahren, sind aus ganz besonderem Holz geschnitzt. Sie imponieren mit ihrer einzigartigen Leidenschaft zur Maschine und dem gemeinsamen Geist.
Biker sind vor allem eines – sie sind gesellig, sattel- und trinkfest. Ihre Leidenschaft führt sie an die entlegensten Orte der Welt – doch immer wieder zusammen.
Im Mittelpunkt steht stets das Objekt der Begierde – und das heißt Twin Cam, Softail, Shovelhead, Knucklehead, Evolution Engine, Fat Boy, Night Train, Heritage Springer oder Dyna Glide. Generationen von Motoren und Modellen kamen und gingen und mit ihnen Generationen von Bikern.
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Rolf Stagge vor seiner Dresdner Harley-Davidson-Filiale im Waldschlösschenareal (Foto: Sylvio Dittrich)
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Im Jahr 1903 hatten Bill Harley sowie die Brüder Arthur und Walter Davidson das Motorrad „Silent Grey Fellow" auf die Räder gestellt. Vier Jahre später stieß William Davidson dazu, die „Harley-Davidson Motor Company Inc." wurde gegründet. Die Produktion begann in einem klapprigen Holzschuppen in Milwaukee, Wisconsin. Jahresausstoß damals: drei Maschinen. Heute produziert Harley Davidson mehr als 150 000 Motorräder im Jahr. In Milwaukee, der Heimat der Harley-Davidson Motor Company, entsteht zum Sommer des Jahres 2002 eine gigantische Harley-Davidson Erlebniswelt. Das Center wird eine Vielzahl von Raritäten aus der unternehmenseigenen Motorrad-sammlung, Erinnerungsstücke und aktuelle Modelle präsentieren. Es sind Veranstaltungsräume, Fachgeschäfte und ein Freiluftgelände für besondere Events geplant. Pro Jahr wird mit 350 000 Besuchern gerechnet. Seit Mitte 1999 laufen die Bauarbeiten zu dem 30 Millionen Dollar Projekt. Währenddessen wird an neuen Innovationen gebastelt. Die durch und durch amerikanische Legende lebt und vertritt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten seit 1953 auf dem Motorrad-Weltmarkt.
Die Hingabe, mit der die harten Burschen ihre Motorräder pflegen, wünscht sich manche Frau. Biker sind Technik-Freaks, am liebsten schrauben und designen sie ihre Lieblinge selbst. Wenn sie ihren Schatz in fremde Händen geben, dann müssen diese garantiert handwerklich perfekt sein. So wie die der Leute um Rolf Stagge, Captain der Harley-Davidson-Bastion im Dresdner Waldschlösschen. Die Dresdner Filiale von Harley-Davidson existiert seit 1995. Acht Mitarbeiter halten die Harley-Davidson-Fahne hoch. Sie würden sie laut Stagge gern noch höher halten, aber Dresdens Ämter haben mit großflächiger Werbung Probleme. Ungeachtet dessen hat sich die Biker-Szene auch im Osten Deutschlands entwickelt, obwohl die kultigen „Harleys” eine teure Leidenschaft sind. Eine Besonderheit, die dabei hilft, „die Leute hier sind extrem reisefreudig. Wir waren zuletzt in Moskau und Korfu. Der Anteil der aus Dresden anreisenden Chapters ist bei solchen Events extrem hoch.” Die Dresdner Geschäftsstelle ist Ausstellungs-halle und Werkstatt in einem. Da stehen sie, die Schlachtrösser. Von den neuesten Modellen der Touring- und Dyna-Klasse über preiswertere „Gebrauchte” bis zu den begehrten Limited Editions wie der Sportster 1200 Custom. Hier kann man seinen Liebling nicht nur kaufen, sondern auch pflegen lassen. Außerdem erfährt man viel über Events der Biker-Szene. So gab es am 2. September 2000 einen open-house-day in der Filiale am Waldschlösschen.
Text: Ralf Krüger
Informationen
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Harley Davidson im Waldschlösschen
Am Brauhaus 8a
01099 Dresden
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