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Waldschlösschenareal Dresden   Mittwoch, 07. Januar 2009 
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Blick nach vorn

aus: StadtBlick 1 | 2000

Dresdner Systemonic AG kämpft auf dem globalen Markt Digitaler Signalprozessoren

Die Kommunikationstechnik gilt als Wachstumsbranche. Neugründungen in diesem Bereich haben gute Aussichten auf Förderung und Unterstützung durch Venture-Capital-Gesellschaften. Mit der Systemonic AG hat sich ein Unternehmen im Waldschlösschenareal angesiedelt, das auf zukunftsweisende Technologien setzt. Mit hochintegrierten Schaltkreisen, auch Digitale Signalprozessoren (DSP) genannt, will das Unternehmen einen Teil des Bodens für den großen Kuchen des Telekommunikationsmarktes liefern und gleichzeitig Sahnehäubchen davon abschöpfen. Die Chancen stehen ausgezeichnet – so zumindest sehen es die Geldgeber. Insgesamt zehn Millionen Mark stellten die Leadinvestoren Atlas Venture GmbH und Krone management & Technologie GmbH & Co. KG sowie die bundeseigene Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft (TBG) zur Verfügung.

Dr. Michael Bolle

Gründer der Systemonic AG ist der Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Mobile Nachrichtensysteme der TU Dresden, Herr Prof. Gerhard Fettweis. Der renommierte Wissenschaftler leitet das Unternehmen gemeinsam mit seinem einstigen Kommilitonen Dr. Michael Bolle als Vorstand.

Die Systemonic AG startete im Juli 1999 mit 20 Mitarbeitern. Schon Ende dieses Jahres sollen ca. doppelt so viele Elektronik- und Informatikfachleute beschäftigt werden. Der Markt für Digitale Signalprozessoren ist gerade für ein deutsches Unternehmen besonders attraktiv, da die weltweit größten Anwender dieser Produkte, Gerätehersteller für Telekommunikationsprodukte, in Europa beheimatet sind. Die Systemonic AG rechnet in einem Zeithorizont von drei bis fünf Jahren mit einem Börsengang.

Prof. Gerhard P. Fettweis

Einer Studie von Forward Concepts zufolge, eines der führenden US-amerikanischen Marktforschungsinstitute, wird sich das Volumen des DSP-Marktes von derzeit 5,6 Milliarden Dollar auf 13,4 Milliarden Dollar im Jahr 2002 mehr als verdoppeln. Das entspricht jährlichen Zuwachsraten von 30 Prozent, von denen Systemonic profitieren könnte.

Text: Ralf Krüger | Fotos: Veit Hengst



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