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aus: StadtBlick 1 | 2000
Im Zeitalter multimedialer Reise- und Buchungsmöglichkeiten stellt sich die Frage, ob das klassische Reisebüro noch benötigt wird. Es stellt sich die Frage, ob die Leute, können sie doch jetzt per Mausklick virtuell in die entlegensten Ecken der Welt reisen, überhaupt noch in die Ferne schweifen, oder ob eher Heimaturlaub bevorzugt wird. Doch die Reiselust insbesondere der deutschen Wandervögel ist unbegrenzt. Warum ausgerechnet die Deutschen so viel verreisen, kann auch Tourismusexperte Kurt Koch nicht erklären. Vielleicht liegt es ja daran, dass sie genau das suchen, wofür sie sonst keine Zeit haben: Ruhe, Entspannung und Gelassenheit. Die meisten haben nicht mal Zeit, sich richtig auf den Urlaub vorzubereiten. „Leute, die die ganze Woche arbeiten gehen, haben auch wenig Zeit, eine größere Reise zu planen. Deshalb werden klassische Reisebüros trotz Internet und Online-Buchungen auch in Zukunft nicht untergehen”, ist Koch überzeugt. Die Reisegewohnheiten insbesondere der Ostdeutschen haben sich geändert. Nicht nur, weil der Nachholebedarf ein wenig gesättigt werden konnte, sondern auch, weil viele enttäuscht wurden. „Heute wählen die Leute ihre Reiseziele und den Komfort bewusster”. Kurt Koch ist Büroleiter eines Holiday Land Reisebüros und weiß um die Wünsche seiner Kunden. „Die erste Euphorie ist zwar vorbei, aber die Klassiker wie Griechenland, Spanien oder die Kanaren gehen immer gut. Nur schauen die Kunden heute etwas genauer hin als das vielleicht am Anfang war, und das ist gut so.”
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Kurt Koch im Holiday-Land Reisebüro
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Holiday Land gehört zur Kette der Neckermann-Reisebüros, arbeitet aber neben den Branchenriesen TUI, LTU oder NEC auch mit kleineren Veranstaltern zusammen. Der Schwerpunkt liegt im organisierten Tourismus, aber auch die Bahnkarte oder die Hotelbuchung kann über das Reisebüro abgewickelt werden.
Text: Ralf Krüger | Foto: Veit Hengst
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